Firmenportrait

Völk Orthopädie und Rehabilitationstechnik wurde 1948 durch den Firmengründer Hermann P. Völk in das Handelsregister eingetragen. Die Firma bestand aus mehreren Filialen in Raum Mittelfranken mit Hauptsitz in Fürth. Ab 1967 folgten Filialen  im Waldkrankenhaus St. Marien, an der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg, im Nürnberger Seenland bis hin in die westliche Oberpfalz nach Neumarkt. In den 70er Jahren übernahm Dipl.Ing. Ralf Uhlig die Geschäfte und begann Ende der 70er Jahre mit der Übergabe einzelner Filialen an die dort beschäftigten Meister. Der Firmensitz wurde die Werkstatt im Waldkrankenhaus St. Marien. In dieser Zeit entstand die erste Form des umfassenden Fachbuches für Orthopädietechnik in Zusammenarbeit mit der orthopädischen Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg unter der damaligen Leitung von Herrn Professor Dietrich Hohmann. Aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit folgte die serienreife Entwicklung einer neuen Form der Hüftgelenksorthese, die Erlanger Orthesen Bandage. Dieses Patent wurde von der Firma Teufel Orthopädie GmbH, Stuttgart bis in das neue Jahrtausend produziert und vertrieben.

1985 übergab Herr Ralf Uhlig das Unternehmen an den Orthopädiemechanikermeister Herrn Jobst Hagedorn, der die Geschäfte mit großen Sorgfalt,  großem Wissen und Können bis 2008 als Inhaber weiterführte.

Anfang der 80er Jahre gründete Herr Jobst Hagedorn in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Strehl an dem SPZ Erlangen die erste Spezialsprechstunde für die kleinen Patienten mit dem Krankheitsbild spina bifida und MMC. Versorgungen nach Dr. Ferrari (Italien), Orthesen nach Nancy Hilton, Gehtrainer wie z.B. Swivel Walker und auch reziproke Bein-Becken-Rumpf-Orthesen sorgten für maximale Mobilität der kleinen Patienten. Im Jahr 1997 wurde dieser Fachbereich an den leitenden Meister abgegeben und als eigenständiges Unternehmen neu firmiert.

Nach und nach wuchs das Versorgungsspektrum an und auch neue Technologien, wie z.B. myoelektrischen Armprothesen,  Spezial-Elektrorollstühle und neueste mikroprozessorgesteuerte Gelenksysteme für Beinprothesen bereichern seitdem das Versorgungsspektrum.

1994 erfolgte die Erweiterung der Geschäftsflächen am Katholischen Kirchenplatz 7a. So konnte der Bereich der Reha-Hilfsmittel (Gehhilfen, Rollstühle, u.v.m.) ausgebaut werden und der Kunde in allen Anliegen betreut und beraten werden.

2001 wurde in Herzogenaurach ein Sanitätshaus als dritter Standort der Firma eröffnet.

Die Neuerungen im Gesundheitswesen durch die Agenda 2010,  festgeschrieben durch den damaligen Bundeskanzler Herrn Gerhard Schröder, sorgten schon Ende der 90er Jahre für Unruhen und Besorgnis im Bereich der Hilfsmittelanbieter. Es sollte sich ein Wettbewerb unter den Krankenkassen sowie Leistungserbringern entwickeln. Leider wurde nicht erkannt, dass ein Solidaritätsprinzip mit Sachleistungszwang (gemäß der deutschen Sozialgesetzgebung) einen freien Wettbewerb nicht abbilden kann. Dies führte zu einem einseitig verschobenen „Machtzuwachs“ der gesetzlichen Krankenkassen und einem spürbaren Verlust der Versorgungsqualität.

Trotz der massiven Änderungen, wie z.B. das Implementieren eines QM-Systems und die Veränderungen der rechtlichen Vorgaben, wie zuletzt das Wettbewerbsstärkungsgesetz und Hilfsmittelausschreibungen durch gestzliche Krankenkassen, stellt die Firma den Mensch mit seinen Problemen in den Mittelpunkt und versucht mit umfassender, zeitintensiver Beratung, die Probleme zu ergünden und wirkungsvolle Strategien zur Besetigung dieser Barrieren zu erstellen.

2009 zog sich Herr Jobst Hagedorn aus der Geschäftsführung zurück und übergab die Firma an seinen Sohn Herrn Kai Hagedorn, Orthopädietechnikermeister. Bis 2017 war Herr Jobst Hagedorn als Filialleiter in Herzogenaurach mit all seiner Erfahrung als anerkannter Fachmann aktiv tätig.

Der Strukturwandel erforderte eine Bündelung des Fachkräftepotentials auf die produktiven Standorte in Erlangen und deshalb wurde der Standort Herzogenaurach zum Jahresende 2017 geschlossen.

Zur Zeit beschäftigt die Firma 15 Fachkräfte, die ihr Wissen und Können täglich unter Beweis stellen. Das Unternehmen ist zertifiziert auf der Basis DIN EN ISO 9001 und Mitglied des Qualitätsgemeinschaft QSOT, ein Markenzeichen der HAWE Service. Hier werden unsere Mitarbeiter zu allen wichtigen fachlichen Neuerungen, auch zu Themen, wie Hygiene, Arbeitsschutz und Umweltbewußtsein geschult.

Auch heute gilt die Maxime:  Der Mensch im Mittelpunkt und Völk Orthopädie setzt sich für Ihre Belange mit vollem Engagement ein.