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Ihre Fragen, unsere Antworten


Wie soll ich mich verhalten, wenn meine Krankenkasse Ausschreibungen über einzelne Produkte durchgeführt hat?

Laut derzeitiger Gesetzgebung dürfen Krankenkassen das Mittel der Ausschreibung für ihre Zwecke nutzen. Es hat sich bereits abgezeichnet, dass eine Ausschreibung von einzelnen Produkten oder Produktgruppen für den Versicherten immer von Nachteil ist, da er seine Leistung nur über einen Ausschreibungsgewinner beziehen darf. Informieren Sie sich bei Ihrer Kasse über die Modalitäten der Liefer- und Leistungsumfänge, sodaß Sie im Bedarfsfall der Kasse Vertragsverstöße der Ausschreibungsgewinner melden können. Lassen Sie sich folgende Bereiche näher erläutern:

  • Innerhalb welcher Zeit soll geliefert werden?
  • Ist eine Einweisung in den Gebrauch durchzuführen?
  • Darf ein Hilfsmittel zugeschickt werden? (Hinweis: Das sollte von Ihnen abgelehnt werden)
  • Wo dürfen Reparaturen durchgeführt werden?


Sind Aufzahlungen zulässig?


Die Krankenkassen dürfen seit 2010 eigene Verträge oder Verträge zu einzelnen Produktgruppen jedem Fachhandel, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, zur Unterzeichnung übermitteln. In diesen Verträgen kristallisiert sich eine erhebliche Kostendämpfung seitens der Kostenträger heraus. Preisanpassungen durch den Fachhandeln sind nahezu ausgeschlossen. Somit ist es für den Fachhandel  betriebswirtschaftlich notwendig, eine private Aufzahlung von dem Versicherten zu fordern. Es muss jedoch im Vorfeld einer Versorgung durch den Fachhandel auf die Höhe der Aufzahlung hingewiesen werden und der Versicherte muss sein Einverständnis durch seine Unterschrift bestätigen.
Nachträgliche Aufzahlungsrechnungen ohne Einverständniserklärungen sind nicht zulässig.

Darf der Medizinische Dienst der Krankenkasse nach Aktenlage beurteilen?

Die Krankenkasse ist laut SGB V verpflichtet, bei Hilfsmittelversorgungen die medizinische Notwendigkeit und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit durch den Medizinischen Dienst (MDK) prüfen zu lassen. Bei der Vielzahl der Anfragen ist eine Entscheidung des MDK in Verbindung mit einer persönlichen Begutachtung nicht durchführbar. Der Patient hat jedoch immer die Möglichkeit, gegen einen negativen Beschluss des MDK Widerspruch einzulegen. Somit ist der MDK aufgefordert, sich ein persönliches Bild über die Sachlage zu verschaffen.


Darf die Krankenkasse den Versorger vorgeben ?


Seit 01.01.2011 gilt: Nur wer einen Vertrag mit der Krankenkasse gezeichnet hat, darf eine Hilfsmittelversorgung über Rezept mit der Krankekasse durchführen.

Das Wettbewerbs-Stärkungsgesetz (WSG) ermöglicht den Kostenträgern durch Einholen eines Vergleichsangebotes einen günstigeren Anbieter "vorzuschlagen". Wenn der Kunde damit nicht einverstanden ist, muss er die Mehrkosten selbst bezahlen.


Wie lange ist ein Rezept gültig ?

Ein Rezept ist grundsätzlich 28 Tage ab Austellungsdatum gültig. In diesem Zeitraum sollte eine Hilfsmittelversorgung erfolgt sein. Die Krankenkassen haben das Recht, ein "veraltetes" Rezept (> 30 Tage) abzulehnen.
 

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